Visionary Vehicles stellt dreirädrigen E-Sportwagen vor

Hinter Visionary Vehicles steht Malcolm Bricklin, der sich wieder an ein eigenes Fahrzeug wagt.

Noch ein Elektro-Threewheeler aus den USA: Der Bricklin 3EV
Noch ein Elektro-Threewheeler aus den USA: Der Bricklin 3EV
Gregor Soller

Bereits von 1974 bis 1975 produzierte Malcolm Bricklin in Kanada den „Bricklin SV-1“. Einen Kleinserien-Flügeltürer, von dem 2897 Exemplare entstanden. Außerdem engagierte sich Malcolm Bricklin als Yugo-Importeur in den USA und gründete einst Subaru of America. Das Gründen scheint Bricklin im Blut zu liegen – sein aktuelles Baby heißt „Visionary Vehicles“ und soll künftig den Bricklin 3EV produzieren. Natürlich wieder mit Flügeltüren, diesmal aber als dreirädrigen Kompakt-Stromer, der rund 25.000 Dollar kosten soll. 

Finanziert werden soll das Unternehmen, indem auch Händler, Zulieferer und Vertriebspartner mit einsteigen – ein Konzept, das auch etwas an De Lorean erinnert, der sich damals wiederum den Bricklin SV-1 genau angesehen hat. Außerdem sollen sich auch Kunden in einer Art crowdfunding an VV beteiligen können.

Als Reichweite peilt man für den Bricklin 3EV gut 300 Kilometer an, der Sprint auf 100 km/h soll in fünf Sekunden erledigt sein. Erste Prototypen plant VV für Juni, die Produktion könnte dann 2019 starten. Auch hier plant Bricklin Großes, sprich fünfstellig: Denn nach je 25.000 Einheiten soll je eine modifizierte Bricklin 3EV-Version aufgelegt werden. Gefertigt werden könnte das Fahrzeug in Baukasteneinheiten von Zulieferern und beim Servicenetzwerk möchte man mit Amerikas besten und professionell etablierten Autohändlern zusammenarbeiten.

Was bedeutet das?

Vor allem die letzten Punkte werden über Wohl und Wehe des Bricklin entscheiden: Sollte es Malcolm Bricklin gelingen, ein dichtes und verlässliches Netzwerk über die ganze USA aufzubauen, könnte die Fertigung des 3EV erfolgreicher und stückzahlenträchtiger werden als die der „Einjahresfliege“ SV-1.