Sven: Neues Share-Stromer aus Aachen

Ein Spin-off der Fachhochschule Aachen brachte bereits 2015 das Unternehmen „Share2Drive“ hervor. Erstes Produkt ist „Sven“, was für „Shared Vehicle Electric Native“ steht.

Sven ist als 1+2-Sitzer konzipiert. | Foto: Share2drive
Sven ist als 1+2-Sitzer konzipiert. | Foto: Share2drive
Gregor Soller

Aachen mausert sich zu einer neuen Fahrzeugmetropole: Das Startup „Share2Drive“ entwickelt Mobilitätskonzepte und Elektrofahrzeuge die speziell für Carsharing konzipiert werden. Unter dem Namen „Sven“ (Shared Vehicle Electric Native) soll der kompakte Dreisitzer Verkehrskonzepte komplettieren. Als „rolling device“ ist Sven vollständig mit dem Internet vernetzt und soll benutzerspezifische Einstellungen erlauben. Sven soll als 2,50 Meter langer und immerhin 1,75 breiter 1+2-Sitzer konzipiert sein. 1,65 Meter Höhe sorgen für das nötige Volumen. Darüber hinaus gibt es noch keine weiteren technischen Daten zu Antrieb und Akku. Dabei hat das Team statt der TCO die TCR (Total Cost for Ride)-Kosten im Blick: Jede Design- und Funktionalitätsentscheidung soll daraufhin abgeklopft werden.

Als Partner interessiert sich der Energieversorger NEW in Mönchengladbach für „Sven“. Dort tüftelt man bereits an einem Carsharing-Angebot samt passender Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Und auch das soll wieder regional starten, bevor überregional ausgerollt wird: Starten möchte man in der Region Niederrhein, dann mit voll funktionsfähiger Software für die Nutzung und Abrechnung, soll eine bundesweite Expansion erfolgen. Gestartet werden soll auf dem Genfer Salon 2019 mit einem Prototypen, 2021 könnte die Produktion mit Partnern anlaufen.

Was bedeutet das?

Laut Share2Drive CEO Michael Pielen will man mit Sven den „Einer im urbanen Mobilitätstetris“ bieten. Eine Lücke, die mit ständig neue und spannende Konzepte hervorbringt. Wie groß und ausbaufähig diese Lücke dann wirklich ist, kann nur die Zeit zeigen.