Südkorea will Wasserstoffland werden

Wie die Plattform „Koreatimes“ berichtet, plant die südkoreanische Regierung eine Wasserstoff-Roadmap.

Die Technik steht, jetzt soll die Infrastruktur gefördert werden. Südkorea investiert in ein Wasserstoff-Netzwerk. | Grafik: Hyundai
Die Technik steht, jetzt soll die Infrastruktur gefördert werden. Südkorea investiert in ein Wasserstoff-Netzwerk. | Grafik: Hyundai
Gregor Soller

Südkorea will die Wasserstoff-Infrastruktur ganz massiv ausbauen: Die Anzahl der Wasserstoff-Tankstellen soll von 14 im vergangenen Jahr auf 310 bis 2022 und auf 1200 bis 2040 steigen. Zudem will die Regierung, den durchschnittlichen Preis eines Brennstoffzellenmodells durch Subventionen auf rund 35 Millionen Won (das sind umgerechnet rund 27.000 Euro) zu senken. Aktuell kostet der Nexo noch 70.000 Euro. Auch der Wasserstoff selbst soll billiger werden: Hier plant Südkorea, den Preis bis 2040 von derzeit 8.000 auf 3.000 Won pro Kilogramm zu senken (das sind rund 2,40 statt 6,30 Euro pro Kilogramm) Der Hyundai-Konzern hat die Autos, und der Staat plant: 2018 wurden rund 2.000 Brennstoffzellenmodelle gebaut, doch bis 2025 sollen es 100.000 werden. Der Hyundai-Konzern geht davon aus, das mit dem Nexo ein „Durchbruch“ zu höheren Stückzahlen erreicht werden und dieses Modell schon 2019 „fünfstellig“ produziert werden könne. Bis 2040 kalkuliert man in Korea mit einem Anstieg auf insgesamt 6,2 Millionen Brennstoffzellenfahrzeuge, von denen dann 3,3 Millionen exportiert werden sollen. Mit in das Programm einbezogen werden auch Busse und Lkw: Der Staat strebt langfristig die Einführung von insgesamt 40.000 wasserstoffbetriebenen Bussen, 80.000 Taxis und 30.000 Lkw an. Präsident Moon Jae-in Moon hofft, mit Wasserstoff „neue Industrien und Arbeitsplätze“ zu schaffen. Konkret rechnet Südkorea damit, dass das ankurbeln der Wasserstoff-Wirtschaft bis zum Jahr 2040 wirtschaftliche Vorteile von 43 Billionen Won (das wären knapp 34 Milliarden Euro) und 420.000 Arbeitsplätzen schaffen kann.

Was bedeutet das?

Hyundai ist stark beim Thema Wasserstoff und dieses wird weltweit wenig gefördert. Diese Kombination will Südkorea nutzen, um hier eine komplette Infrastruktur zu fördern und hochzuziehen. Mit einer entsprechend langfristigen Perspektive bis 2040.