Street Scooter startet zweites Werk in Düren

Wegen der großen Nachfrage hat Street Scooter die Produktion erweitert und in Düren die Fertigung gestartet.  

NIcht mehr nur in gelb: Um die große Nachfrage extrener Kunden mit bedienen zu können, nahm Street Scooter ein weiteres Werk in Düren ans Netz. | Foto: Street Scooter
NIcht mehr nur in gelb: Um die große Nachfrage extrener Kunden mit bedienen zu können, nahm Street Scooter ein weiteres Werk in Düren ans Netz. | Foto: Street Scooter
Gregor Soller

Im neuen Werk in Düren sollen auf dem rund 78 000 Quadratmeter großen Gelände des Autozulieferers Neapco bis zu 10 000 E-Transporter pro Jahr vom Band laufen, was im Ein-Schicht-Betrieb einer Tagesproduktion von 46 Fahrzeugen entspräche. Zusammen mit dem Stammwerk Aachener Stammwerk verfügt die Deutsche-Post-DHL-Tochter nun über Produktionskapazitäten von bis zu 20 000 Fahrzeugen pro Jahr. In Düren werden der Street Scooter Work und der Work L in den Varianten Pure (nur Fahrgestell), Pick-up und Box (Kofferfahrzeug mit vier respektive acht Kubikmetern Ladevolumen) produziert. Der neue Standort soll bis zu 250 Beschäftigten Arbeit bieten.

Seit mittlerweile fünf Jahren ergänzen die Street Scooter die Zustellflotte der Post eingesetzt. Mittlerweile sind im Konzern rund 6000 der E-Lieferwagen im Einsatz, die über 26 Millionen Kilometer zurückgelegt haben und laut Herstellerangaben pro Jahr rund 20.000 Tonnen CO2 einsparen sollen. Aufgrund der großen Nachfrage und der guten Erfahrungen bietet Street Scooter den Work seit Sommer 2017 auch externen Kunden an, was die Nachfrage so steigen ließ, dass ein zweites Werk ans Netz ging.

Was bedeutet das?

Man wird sehen, wie sich die Nachfrage weiter entwickelt. Aktuell sollte die Kapazität genügen, um die Lieferfristen schnell abschmelzen zu lassen – notfalls könnte ein Mehrschichtbetrieb zusätzliche Kapazitäten bieten. Nächste Schritte wäre ein weiterer Ausbau des Servicenetzes, den man auch über Ford-Transit-Partner (der Basis des großen Street Scooter) vorantreibt und eine Internationalisierung der Marke, um dauerhaft höhere Stückzahlen generieren zu können.