Stehend fahren: Bicar soll serienreif entwickelt werden

Bereits 2015 entstand die „Fahrkapsel“ Bicar. Aus dem Spin-off der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) wurde die Share your Bicar AG gegründet.

Schweizer Raumkapsel: Das Bicar soll jetzt zur Serienreife entwickelt werden.
Schweizer Raumkapsel: Das Bicar soll jetzt zur Serienreife entwickelt werden.
Gregor Soller

Die beiden federführenden ZHAW-Ingenieure Adrian Burri und Hans-Jörg Dennig freuen sich: Die Schweizer „Stehkapsel“ Bicar soll zur Serienreife entwickelt werden. In der ersten Seed-Investment-Runde konnten sie mit Urs Horat, Gründer der weltweit erfolgreichen Compona AG, einen Schweizer Investor für sich gewinnen: „Ich glaube an die Elektromobilität. Mit BICAR entsteht die genau richtige Lösung für kurze Distanzen. Und der Spassfaktor beim Fahren ist extrem gross“, so Horat anlässlich der Zeichnung der Kapitalerhöhung. Durch ihn, zwei EU-Entwicklungsprojekte und weitere Partnerfirmen soll die Elektro-Kapsel jetzt zur Serienreife gebracht werden. 

Das Bicar ist als „mobiles Stehzeug“ Mischung aus Fahrrad und Auto und vor allem für den innerstädtischen Sharingbetrieb konzipiert. Deshalb spart es  Platz: Da man stehend fährt, sollen auf einen üblichen Pkw-Parkplatz bis zu acht Bicars passen. Aktuell arbeiten sechs Ingenieure und eine Industriedesignerin in enger Zusammenarbeit mit der ZHAW School of Engineering an der Fertigstellung der Fahrzeugentwicklung.

Ziel der beiden Projekte ist es, das Fahrzeug soweit zur Marktreife zu bringen, dass es die Anforderungen für eine EU-Zulassung erfüllt. Die Gründer Burri und Dennig stehen außerdem in engem Kontakt mit verschiedenen Schweizer und europäischen Städten. Und weil die Eidgenossen neue Ideen aus ihren eigenen Reihen immer schätzen, haben zahlreiche Schweizer Firmen und Verkehrsbetriebe bereits Partnerschaften für einen Sharing-Betrieb angeboten.

Was bedeutet das?

Das Bicar ist eine extreme Form platzsparenden Carsharings – eine Mischung aus Roller und Segway aber mit vollem Wetterschutz. Kann Spaß machen und spart Platz – toll, dass diese Idee jetzt weitergetrieben wird.