Moovel und Rheinbahn starten Mobilitäts-App

Neben Nahverkehrverbindungen, Car2Co-Fahrzeugen und Nextbike-Fahrrädern zeigt eine App auch die freien P+R-Parkplätze an, für Pendler interessant.

Total mobil: In Düsseldorf und Umgebung geht es ab sofort mit einer App auf verschiedenen Wegen voran. | Foto:
Total mobil: In Düsseldorf und Umgebung geht es ab sofort mit einer App auf verschiedenen Wegen voran. | Foto:
Johannes Reichel

Die Düsseldorfer Rheinbahn und die Daimler-Tochter moovel Group GmbH haben einen gemeinsamen Mobilitätsdienst gestartet, mit dem sich verschiedene Fortbewegungsmittel kombinieren lassen. Die App namens „Mobil in Düsseldorf" bietet die Möglichkeit, Mobilitätsmittel zu suchen, zu vergleichen und die passende Fahrerlaubnis direkt zu buchen, beschreiben die Anbieter. Die App zeigt Verbindungen und Abfahrtszeiten von Bussen und Bahnen des gesamten Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) an und informiert in Echtzeit ihre Nutzer bei Verspätungen oder Ausfällen. Verfügbare Leihräder des regionalen Bikesharing-Anbieters „Nextbike" sowie Fahrzeuge des Carsharing-Anbieters „car2go" sind ebenfalls zugänglich.

Besonders interessant für Pendler ist die Anzeige der P+R-Plätze. Wenn die Nutzer auf einen P+R-Platz auf der Karte klicken, wird angezeigt, welche Haltestelle in der Nähe ist, welche Linien dort fahren und wie hoch die Gesamtkapazität des Parkplatzes ist. In Zukunft sind weitere Funktionen geplant, wie die Anzeige der Auslastung in Echtzeit, Buchung eines Platzes oder Öffnung der Schranke. Im Rheinland besteht die car2go-Flotte aus rund 650 Fahrzeugen. Entscheiden die Nutzer sich für Bus oder Bahn, können sie das Ticket mit wenigen Klicks in der App kaufen, verspricht der Anbieter. Bezahlen können die Nutzer per Paypal-Konto oder Kreditkarte, die sie einmalig bei der Registrierung in der App hinterlegen.

Was bedeutet das?

Schnelle Mittel gegen den Dauerstau und Luftverschmutzung? Clevere Apps wie die von Daimler-Tochter moovel und VRR könnten dabei mehr helfen als langwierige fahrzeugtechnische Lösungen, mit denen sich die Politik abmüht. Vor allem die Anzeige der P+R-Parkplätze könnte Pendlern helfen, wenn es denn genug Kapazitäten an Stellflächen gibt. Und hernach in der S- oder U-Bahn, die jetzt schon vielerorts am Limit operieren. Nur mit einem Ausbau des ÖPNV-Angebots lässt sich letztlich dafür sorgen, dass in der Theorie feine Apps wie diese in der Praxis nicht für Verdruss sorgen und nicht ins Leere laufen.