Mercedes-Benz präsentiert vollelektrischen Citaro

Ende kommenden Jahres soll die Serienfertigung des elektrischen Citaro starten.

Die Tarnfolie verrät: Die sichtbaren Neuerungen finden unterm Dach statt. | Foto: Daimler
Die Tarnfolie verrät: Die sichtbaren Neuerungen finden unterm Dach statt. | Foto: Daimler
Gregor Soller

Optisch bietet er keine Überraschung, antriebstechnisch durchaus: Der vollelektrische Citaro, der gerade letzte Praxistests absolviert. Das technische Konzept umfasst dabei eine modular aufgebaute Energieversorgung samt optimiertem Thermomanagement.  

Der vollelektrische Citaro erhält die Energie aus Lithium-Ionen-Batterien. Der modulare Aufbau des Batteriepakets soll eine individuell passende Lösung für verschiedenste Einsätze und Ansprüche im Stadtverkehr gewährleisten und laut Mercedes-Benz „Reichweite nach Maß“ bieten. Neben der Aufladung an der Steckdose im Depot wird Mercedes-Benz den Citaro zusätzlich auf Wunsch mit unterschiedlichen Systemen für Zwischen­ladungen liefern. Der Antrieb erfolgt über eine Hinterachse mit radnabennahen Elektromotoren. Sie hat sich laut Daimler in den vergangenen Jahren bereits im Citaro G BlueTec Hybrid bewährt. Eine Spezialität ist das Thermomanagement für Antrieb und Klimatisierung. Es soll den Energieverbrauch deutlich senken.

Der Citaro mit vollelektrischem Antrieb durchläuft zurzeit den gleichen Erprobungszyklus wie jeder andere Daimler Bus. Dazu gehören Winter­erprobungen bei eisigen Temperaturen am Polarkreis und eine Sommer­tests in der Hitze der spanischen Sierra Nevada, beides extrem belastende Tests für Batterien und Thermomanagement. Was jetzt noch aussteht, sind Dauerlauf­erprobungen und Feinarbeit im Detail. Die Weltpremiere soll 2018 auf der IAA Nutzfahrzeuge sein. Schon jetzt soll der Bus jedoch so ausgereift sein, dass Mercedes-Benz nach eigenen Angaben damit bereits an Ausschreibungen teilnimmt.

Was bedeutet das?

Daimler ist vergleichsweise spät dran mit dem elektrifizierten Stadtbus. Doch dafür bietet der Citaro eine bewährte Basis.