Lucid Motors will 2019 mit fünfstelligem Produktionsvolumen starten

Das US-Elektro-Startup Lucid wird konkreter, was die Produktion seiner Luxuslimousine „Air“ angeht.

Der Lucid "Air" soll zu 95 Prozent fertig entwickelt sein. | Foto: Lucid
Der Lucid "Air" soll zu 95 Prozent fertig entwickelt sein. | Foto: Lucid
Gregor Soller

Lucid will den Air in Arizona fertigen und schon 2019 rund 10.000 Einheiten produzieren. Die Kapazität der Fabrik ist auf maximal 130.000 Autos pro Jahr ausgelegt. Die Entwicklung leiten unter anderem ehemalige Lotus- und Tesla-Ingenieure, darunter der bei Tesla bekannt gewordene Engineering-Chef Peter Rawlinson. Marketing-Manager David Salguero ging bei einem Interview mit der Plattform „autocar“ tiefer in die Details.

Auch Lucid plant, erstmal ganz oben in den Markt einzusteigen: Die Luxuslimousine „Air“ soll mit den Langversionen der Premium-Oberklassemodellen konkurrieren, aufgrund des kompakteren Packages allerdings deutlich kleiner bauen – ohne Einbußen beim Platzangebot. Die Lucid-Entwickler versprechen das Platzangebot einer langen S-Klasse mit den Außenabmessungen der E-Klasse.

Zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse sorgen für rund 1000 PS Leistung, die Einstiegsversion soll sich allerdings mit rund 250 PS begnügen. Auch bei der Reichweite gibt es Unterschiede: Die Basis soll bei gut 380 Kilometern starten, die Topversion soll bis zu 640 Kilometer weit kommen. Für das Topmodell wird eine Beschleunigung von 0-100 Km/h in 2,5 Sekunden und ein Topspeed von rund 378 km/h angegeben. Das dürfte dann aber nicht für den vergleichsweise günstigen Preis der Basisversion zu haben sein, für den aktuell rund gut 44.600 Euro kolportiert werden.

Bei der Akkutechnik kooperiert man mit Samsung und Mc Laren und für die Möglichkeit autonomen Fahrens mit Mobileye. Dazu kombiniert man Stand heute wie alle anderen Kameras, Radar-und LIDAR-Sensoren. Sogenannte „Over-the-Air-Software-Updates“ sollen den Air immer aktuell halten und die Möglichkeiten des autonomen Fahrens sukzessive erweitern.  Aktuell

Stand heute seien die Entwicklungsarbeiten laut Salguero zu 95 Prozent abgeschlossen, den Investoren sei es absolut ernst mit der Umsetzung.  Aktuell entsteht in Arizona die Fabrik, die 2019 ans Netz gehen soll. Auch nach Europa soll der „Air“ exportiert werden, einen genauen Zeitpunkt nannte Salguero noch nicht. Mittel- bis langfristig plant man natürlich auch weitere Modelle, doch da blieb Salguero zurückhaltend: Lucid wolle sicherstellen, dass die Marke etabliert und gut akzeptiert sein, bevor man den nächsten Schritt gehe.

Was bedeutet das?

Mit Lucid betritt ein weiteres Elektro-Startup die Bühne. Stand heute könnte das ganze zumindest starten, denn die Angaben zum Basismodell und die Finanzierung wirken glaubwürdig.