Jaguar präsentiert Future-Type

Jaguars Vision für ein autonomes elektrisches Premium-Kompaktauto des Jahres 2040.

Jaguars Vision für ein autonom Fahrendes Mobil des Jahres 2040: Der "Future Type". | Foto: Jaguar
Jaguars Vision für ein autonom Fahrendes Mobil des Jahres 2040: Der "Future Type". | Foto: Jaguar
Gregor Soller

Wie ein kompaktes Carsharing-Auto von Jaguar aussehen könnte, zeigen die Briten jetzt zumindest virtuell: Die Studie Future-Type visualisiert einen kompakten und auf Abruf bereitgestellten Jaguar für die Mobilitätsbedürfnisse künftiger Generationen. Das autonom fahrende Auto ist ausgelegt auf die Mobilität des Jahres 2040, in dem sich Kunden einen elektrisch betriebenen und voll aufgeladenen Jaguar vor die Haustür kommen lassen sollen: Insofern soll der „Future-Type“ ähnlich dem VW Sedric ein Fahrzeug sein, das autonome, vernetzte, elektrifizierte und geteilte Mobilität verkörpert und das die Kunden nicht mehr zwangsläufig selbst besitzen müssen.

Dabei ist „Sayer“ – das mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Lenkrad der Zukunft – der zentrale Baustein des Jaguar Future-Type: Es ist benannt nach Malcolm Sayer, dem Designer des legendären Jaguar E-Type. Das futuristische Lenkradkonzept reagiert auf Spracheingabe und ist nicht im Auto, sondern in den heimischen vier Wänden, wo es die Rolle eines vertrauensvollen Helfers und Kumpanen übernimmt.

„Sayer“ kann ein Auto bestellen, Musik spielen, einen Tisch reservieren und weiß sogar, was gerade im Kühlschrank liegt. Und natürlich dient es auch weiterhin als Lenkrad zum Steuern des Autos – falls dieses nicht voll autonom unterwegs ist. Darüber hinaus bestätigt „Sayer“ die Mitgliedschaft seines Besitzers in einem Service Club, der ein exklusiv auf das Mitglied zugelassenes oder ein mit anderen Mitgliedern der Community gemeinsam genutztes Auto auf Anfrage zur Verfügung stellt. Reales Beispiel aus der Welt von morgen: Ein Meeting für acht Uhr am Morgen steht an, Fahrzeit dorthin: zwei Stunden. Man frage „Sayer“ vom Wohnzimmer aus nach der besten Reiseplanung: Wann aufstehen? Wann soll der autonom fahrende Wagen vor der Tür stehen?

Welcher Abschnitt der Fahrt ist abwechslungsreich genug, um vielleicht selbst das Steuer zu übernehmen? „Sayer“ ist zugleich das Herzstück einer Mensch/Maschine-Schnittstelle, die den Nutzer während der gesamten Fahrt mit seiner persönlichen Welt verbindet – oder auch nicht, wenn er alleine sein und sich auf eine genussreiche Fahrt konzentrieren will. Ansonsten können die Insassen Informationen aus allen Bereichen ihres Lebensumfelds abfragen und dank der Bordsysteme zum Leben bringen. So kann jeder jeweils die Informationen aufrufen, die für ihn gerade relevant oder interessant sind.

Auch bei der Bestuhlung wäre der Future-Type flexibel: Will man zum Beispiel das Kind zur Schule bringen, und benötigt dafür nur zwei Sitze, könnte man ein Modell mit einer 2+1-Sitzanordung ordern. Damit wäre es möglich, während der autonom zurückgelegten Fahrt von Angesicht zu Angesicht mit Sohn oder Tochter zu plaudern. Derweil wählt das Fahrzeug von alleine jene zeitsparendste und energieeffizienteste Route aus. Das Modell würde auch mit anderen Fahrzeugen kommunizieren, um gemeinsam mit diesen im Verbund kooperative Fahrtechnologien anzuwenden.

Was bedeutet das?

Die Autos können mit kürzeren Sicherheitsabständen fahren und zugleich sicherer und effizienter Fahrspurwechsel oder Abbiegemanöver an Kreuzungen vornehmen. Als weitere Vorteile ergäben sich eine bessere Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Verkehrsfläche und eine bessere Unfallverhütung. Darüber hinaus beansprucht der Future-Type weniger Platz auf der Straße und Parkplätzen. Der Fahrer kann das Auto bitten, komplett autonom zu fahren. Natürlich verfolgt auch Jaguar selbst Ziele damit, die man ungefähr so formuliert: „Wenn es eine Auswahl zwischen ‚On demand’-Fahrzeugen gibt, müssen wir sicherstellen, dass Kunden unseren 24/7-Service dem Wettbewerb vorziehen.”