IAA 2017: Opel macht auf Otto Normal

Die Rüsselsheimer servieren zur IAA eher Hausmannskost mit Derivaten vom Insignia wie Country Tourer oder GSi, den SUVs Crossland X und Grandland X. Doch langfristig könnte Opel zur reinen Elektromarke werden, wenn es sich rechnet.

Überlagert: Noch unter GM-Ägide entstand der Ampera E. Im Hintergrund: Der neue Insignia. | Foto: J. Reichel
Überlagert: Noch unter GM-Ägide entstand der Ampera E. Im Hintergrund: Der neue Insignia. | Foto: J. Reichel
Johannes Reichel

Hm, ob das in diesen Zeiten das passende Signal ist? Zwei Männer, ein Auto, eine Rennstrecke: Im Videoeinspieler zur Pressekonferenz nahm der neue Opel-Chef Michael Lohscheller die Nürburgring-Nordschleife unter die Räder, chauffiert von keinem geringeren als seinem Boss, PSA-Konzernchef Carlos Tavares. Kann man machen, muss man aber vielleicht nicht. Zumindest, wenn man so visionäre Autos wie den Ampera E am Start und Stand hätte. Aber der stammt ja noch aus der GM-Ära und war ja schon vorgestellt worden, realer Verkauf für das Scheidungskind aber einstweilen ungewiss...

Nicht dagegen die von Tavares pilotierte GSi-Version des neuen Insignia, dem man gleich noch einen Salon-Offroader namens „Country Tourer“ zur Seite stellte sowie die neuen SUVs Crossland X und Grandland X. Den Geländewagen soll es immerhin als Plug-In-Hybrid geben. War da was?! Zumindest auf der IAA 2017 simulierte Opel, mitten in der Diesel-Krise und Integration in den PSA-Konzern „Business as usual“. Hinter den Kulissen dürfte das anders aussehen. Der GSi-Pilot Carlos Tavares hatte jüngst angedeutet, er könne sich vorstellen, dass Opel zur reinen Elektromarke mutiere, sofern das profitabel sei, das versteht sich bei Tavares von selbst …