IAA 2017: Neues von Valeo

Was die Sensortechnik von der Tierwelt lernen kann.

Federleicht: Neues Strukturelement, das 30% Gewicht spart. | Foto: G. Soller
Federleicht: Neues Strukturelement, das 30% Gewicht spart. | Foto: G. Soller
Gregor Soller

Das komplette Portfolio und die Entwicklungen eines Zulieferes schlüssig zu erklären, ist dieser Tage kein einfaches Unterfangen. Umso höher ist die Rede von Valeos Pressesprecher Jean-Francois Tarabbia einzuschätzen, der die aktuellen Strömungen auf greifbare Informationen herunterbricht und die Tierwelt für Vergleiche heranzieht. Er beginnt mit dem autonomen Fahren und dessen Entwicklung: Mittlerweile hat Valeo dank dem größten Sensorangebot im Markt eine „Tour de France“ autonom zurückgelegt, samt dem „wilden“ Pariser Stadtverkehr. Und weil all das schon sehr reibungslos geklappt hat, hat man dem gleich eine „Tour de Europe“ folgen lassen.

Fazit: Das autonome Fahren nach Level 5 wird eines Tages funktionieren, wenngleich auch Tarabbia sich noch hütet, einen exakten Termin zu nennen. Und weil wir gerade bei „wild“ sind: Wie hält „Wild“ seine Sensoren sauber? Es putzt sich, womit Tarabbia schon zum neuen Sensorreinigungssystem everView übergeleitet hätte, dem ersten LiDAR-Sensorreinigungssystem. Immerhin kann der Laserscanner mittlerweile bis zu 145 Grad Winkel auf 150 Meter erkennen – tut sich aber in sauberem Zustand leichter damit.

Aber auch an den anderen Fronten kämpft Valeo weiter: Bei der Elektromobilität kann ein Thermomanagementsystem die Reichweite der Akkus bei minus 18 Grad beispielsweise um bis zu 30 Prozent erhöhen. Die 30 Prozent gelten auch für das Gewicht, das ein neues Leichtgewicht-Kompositmaterial sparen kann, um das Fahrzeuggewicht weiter zu reduzieren.

Und in Sachen Digitalisierung unterstützt einen das Park4U Home-System: Dabei kann man vor dem Parkhaus oder –platz aussteigen und das Auto allein parken lassen – und es anschließend bei Bedarf wieder kommen lassen. Weitere Ideen: MyMobius, eine Mensch-Maschine-Schnittstelle, die aus den Gewohnheiten des Fahrers lernt und so seine Bedürfnisse im Voraus kalkulieren kann und so die Sicherheit erhöhen soll.

Das Scanner-Programm rundet der neue Scala-Laserscanner ab, der jetzt der erste und einzige seiner Art in Massenproduktion ist. Und Oxy`Zen gleicht Innen- und Außenluft ab und filtert bei Bedarf die Innenraumluft stärker.

Was bedeutet das?

Alle großen zu lösenden Fragen geht Valeo an und macht zur IAA konkrete Vorschläge zu den Themen „keine dicke Luft mehr“ und Unfallvermeidung.