GM erhöht Chevy-Bolt-Produktion

Wegen der starken Nachfrage will GM die Fertigung des Bolt EV im vierten Quartal um mehr als 20 Prozent erhöhen - ohne große Auswirkungen auf den Opel Ampera.

Vor allem in den USA, Kanada und Südkorea stieg die Nachfrage nach dem Bolt EV spürbar an. Europa? Wird gar nicht erwähnt. | Foto: GM
Vor allem in den USA, Kanada und Südkorea stieg die Nachfrage nach dem Bolt EV spürbar an. Europa? Wird gar nicht erwähnt. | Foto: GM
Gregor Soller

Im Vergleich zu den Pickups und SUV bleibt der Chevy Bolt respektive Opel Ampera ein „Slowseller“, trotzdem ziehen seine Verkäufe merklich an: In der Halbzeitbilanz stellt Chevrolet fest, dass die weltweite Nachfrage nach dem Bolt EV im zweiten Quartal 2018 rund 35 Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Im gesamten ersten Halbjahr überbot er den Vorjahreswert gar um 40 Prozent. Entsprechend soll die Fertigung im vierten Quartal jetzt um rund 20 Prozent erhöht werden. Dazu erklärte Kurt McNeil, bei GM für Kommunikation die Absatzzahlen verantwortlich: „Die Nachfrage nach dem Chevrolet Bolt EV, insbesondere in den USA, Kanada und Südkorea, hat die Produktion überflügelt“. Dabei verliert er kein Wort über den Opel Ampera, der in Europa nach wie vor selten bleibt und mittlerweile (leider) zwischen allen Stühlen von GM und PSA sitzt.Die erhöhte Produktion sollte den weltweiten Absatz weiter ankurbeln den Bestand bei US-Händlern wieder aufbauen. Irgendwelche Wartezeiten auf Autos sind dort ein absolutes No-Go. Die 2019er-Version erhält ein stärkeres Ladesystem, das jetzt 7,2 kW leistet und beim Volt Premier Serie ist, beim schwächer ausgestatteten LT aber extra bezahlt werden muss.

Was bedeutet das?

Geht doch! Auch die Amis elektrifizieren ihre Fuhrparks und der Chevy Volt erfreut sich nach einem eher durchschnittlichen Start stark steigender Beliebtheit. Schade, dass Opel mit dem Zwilling Ampera e hier auch durch den Verkauf an PSA etwas „abgehängt“ wurde und in Detroit keine Fertigungs- und Lieferpriorität mehr zu haben scheint.