Genf 2018: Škoda zeigt Hybridstudie Vision X

Škoda wird die Modellpalette um ein kompaktes Hybrid-Crosover erweitern.

Ergänzung nach unten: Der Škoda "Vision X". | Foto: Škoda Auto
Ergänzung nach unten: Der Škoda "Vision X". | Foto: Škoda Auto
Gregor Soller

In Genf ergänzt Škoda sein SUV-Angebote um den fehlenden Baustein: Der „Vision X“ erweitert das Crossover-Programm nach unten und entspricht zu großen Teilen dem Seat Arona. Seat seinerseits wird seine SUV-Palette übrigens um ein großes, optional siebensitziges SUV erweitern, das wiederum dem Škoda Kodiak entspricht.

Optisch hat Škoda die Studie einmal mehr über das Thema „traditionelles tschechisches Glaskunsthandwerk“ an die eigene Linie angepasst und setzt jetzt auch auf die optische Linie mit tief liegenden Haupt- und darüberliegenden Schlitzscheinwerfern, die einst bei Citroën eingeführt wurde und mittlerweile auch bei Hyundai oder Jeep angewandt wird.  

Interessant ist der Antriebsstrang mit Hybridtechnik, die zur Elektrifizierungsstrategie des Konzerns gehört: Bis 2025 soll jeder vierte weltweit verkaufte Škoda über einen Plug-in-Hybrid- oder rein elektrischen Antrieb verfügen. Der Hybrid dürfte künftig auch in Seat Arona, VW T-Roc und dem neuen Audi Q2 zum Einsatz kommen.

Einen Schritt weiter geht man beim Interieur, wo eine breite, ergonomisch konturierte Armaturentafel mit freistehendem Farbdisplay für Klarheit und optische Luftigkeit sorgen soll. Über den Bildschirm sollen sich die Infotainment- und Konnektivitätsdienste schnell und intuitiv bedienen lassen. Zumindest bei der Studie sorgen beleuchtete Elemente aus geschliffenem Kristallglas für stimmungsvolle Lichteffekte und ein wertiges Ambiente. Im Serienfahrzeug dürfte das Kristallglas an Crashtests und den damit verbundenen Kosten scheitern, wie die Škoda-Designer bereits zur Studie Vision E schon bedauernd durchblicken ließen. Deren Serienversion übrigens das erste rein elektrische Modell der Tschechen sein wird und auf dem VW I.D. Crozz basiert.

Was bedeutet das?

Im VW-Konzern rücken Seat und Škoda weiter zusammen: Bei den SUV kann man anhand der fehlenden Modelle des einen Herstellers sehen, was der andere präsentieren wird. Dabei muss der Volkswagen-Konzern aufpassen, die Modelle nicht zu nah aneinanderrücken zu lassen. Mit dem verlockenden Badge-Engineering hatten weder die britische, noch die US-Autoindustrie langfristig Erfolg.