Geely präsentiert Plug-in-Hybrid-Topmodell mit Volvo Technik

Geely setzt auch für die eigenen Produkte auf Volvo-Technik. Bis 2020 sollen 30 elektifizierte und die 48-Volt-Technik nutzende Modelle auf den Markt kommen.

Der GC 9 wurde in Peking präsentiert und geht jetzt in den Verkauf. | Foto: Geely
Der GC 9 wurde in Peking präsentiert und geht jetzt in den Verkauf. | Foto: Geely
Gregor Soller

Wie Autonews China berichtet, startete letzte Woche der Verkauf von Geelys Topmodell, dem GC 9.  Das Design mit den fließenden Linien erinnert nicht von ungefähr an die letzte Generation von Volvo-Modellen, die noch von Peter Horbury, Volvos ehemaligem Design-Chef, gezeichnet wurden. Nach seinem Weggang bei Volvo bringt er jetzt die Modelle des Mutterkonzerns in Form, darunter eben auch den GC 9.  Unter der Haube macht man bei Geely gleich Nägel mit Köpfen: Neben dem Plug-in-Hybrid gibt es einen Benziner mit 48-Volt-Technik.

Mit 4,98 Meter Länge, 1,86 Meter Breite und 1,31 Meter Höhe zielt der GC 9 klar auf Audi A6, BMW 5er, Daimlers E-Klasse oder Volvos S90. Der Radstand fällt mit 2,87 Meter nicht ganz so lang aus wie bei Volvos Topmodell. Auch motorisch übt man Bescheidenheit: Der Hybrid kombiniert einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit einer Elektromaschine und Sieben-Gang-Doppelkuppler. Ergibt nach Norm 1,6 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer und bis zu 60 Kilometer rein elektrische Reichweite. Und das Alles für 22.240 Euro inklusive der staatlichen Förderung. Der Benziner mit 48-Volt-System soll nach Norm 5,8 Liter verbrauchen und wird für umgerechnet 18.240 Euro angeboten.

Der GC 9 ist allerdings nur die Speerspitze Geelys für eine Elektrisierungswelle: Bis 2020 sollen 30 elektrifizierte und verbrauchsarme Modelle (mit 48-Volt-Technik) auf den Markt kommen. Dann sollen laut Autonews China 90 Prozent des Jahresumsatzes von Hybriden, Plug-in-Hybriden und Elektrofahrzeugen kommen.

Was bedeutet das?

China gibt Gas und adaptiert mittlerweile extrem schnell neue Techniken und bietet damit in allen Klassen preisgünstige Alternativen zu den etablierten Herstellern – die auch technisch und qualitativ keine allzu großen Defizite mehr aufweisen.