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Formel E: Wilde Ergebnisse in den ersten Trainingsläufen

Robin Frijns auf Virgin und Mitch Evans auf Jaguar fuhren die schnellsten Trainingszeiten.

Mitch Evans fuhr einen neuen Rundenrekord in Marrakesh. | Foto: G. Soller
Mitch Evans fuhr einen neuen Rundenrekord in Marrakesh. | Foto: G. Soller
Gregor Soller

Sonnenaufgang in Marokko – und so schnell wie die Temperaturen steigt die Spannung. Wobei wir schon bei einer großen Unbekannten wären: Denn das erste Training begann bei drei Grad, mittlerweile sind es über zehn, zum Qualifying und im Rennen werden noch höhere Celsius-Grade erwartet – und damit ändert sich jedes Mal das Fahrverhalten der Reifen.

Das erste freie Training gewann Robin Frijns auf Virgin. Er holte mit 1:17.808 Minuten einen neuen Rundenrekord, ganz knapp hinter ihm kam BMW-Pilot Antonio Felix da Costa ins Ziel. Noch schneller war die Bestzeit des zweiten Trainings:  Diesmal holte Mitch Evans mit 1:17.262 Minuten die Bestzeit und damit gleich den Rundenrekord in Marokko. Auf den Plätzen hinter dem Jaguar folgten Andre Lotterer im Techeetah-DS und Sebastien Buemi im Nissan. Plätze vier und fünf gingen an Antonio Felix da Costa auf BMW und Robin Frijns auf Virgin, womit das Audi-Kundenteam den „Lieferanten“ klar distanzierte. Der zweite Nissan mit Rowland am Steuer kam auf Platz sechs. Daniel Abt erreichte Platz 11, Lucas di Grassi nur Platz 21. Er hatte ein Problem mit der Wasserpumpe, die noch vor dem Qualifying getauscht werden soll.

Das zweite Training ließen die Fahrer augenscheinlich dezent angehen, bis die Fahrer nach zehn Minuten Performance und Leistung hochdrehten – und damit auch die Autos in den schnellen S-Kombinationen an die Curbs und die Grenzen brachten. Dass auch die Formel E nicht vor Ausfällen gefeit ist, mussten Felipe Massa und Sanm Bird erfahren: Venturi-Fahrer Massa rollte ohne Power in Sektor 1 aus, konnte sein Fahrzeug aber gerade rechtzeitig wieder neu starten und sich um die Kehre retten, bevor die Kollegen diese erreichten.  Sein Antrieb musste nach der Session gewechselt werden. Auch Sam Bird im Virgin rollte auf der Strecke aus.

Am Ende drehte Lotterer im Techeetah so richtig auf und holte sich die Führung. Auch Sebastien Buemi zog nach und fuhr auf Platz zwei. Das schien sich auf Mitch Evans zu übertragen und er fuhr ganz kurz vor dem Ende der noch die Bestzeit.

Was bedeutet das?

Auch im Training bleiben die Karten bunt gemischt – mehrere Piloten fahren ganz vorn mit, ohne sich gegenseitig klar distanzieren zu können. Das verspricht viel Spannung für das Qualifying und das Rennen – Formel E eben!