Ford übernimmt Scooter-Sharing-Start-Up Spin

Autohersteller arrondiert sein Portfolio im Bereich neuer Mobilität weiter um elektrisch angetriebene Roller zum Mieten.

Noch eine Kooperation: Ford treibt seine Aktivitäten im Bereich New Mobility weiter mit strategischen Akquisitionen voran. | Foto: Ford
Noch eine Kooperation: Ford treibt seine Aktivitäten im Bereich New Mobility weiter mit strategischen Akquisitionen voran. | Foto: Ford
Johannes Reichel

Der US-Automobilhersteller Ford hat das in San Francisco ansässige Start-up Spin übernommen, das einen Sharing-Dienst für elektrische Tretroller anbietet. Spin ist mit Niederlassungen in 13 US-Städten nach eigenen Angaben einer der führenden Sharing-Dienste von E-Scootern in den USA. Die elektrischen Tretroller eignen sich optimal, um kurze Strecken schnell und bequem zurückzulegen, skizziert der Hersteller. Beim Ausbau des Netzes arbeitet das Unternehmen eng mit Städten, Universitäten und lokalen Behörden zusammen. Hierbei werde besonders viel Wert auf Transparenz, Nachhaltigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Nutzungsdaten gelegt, heißt es. Das Angebot an Mobilitätslösungen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Häufig nutzen Menschen während einer Fahrt sogar mehrere Fortbewegungsmittel. "Um Kunden in jeder Situation maximale Flexibilität bieten zu können, entwickelt Ford stetig neue Produkte und Dienstleistungen. Auf diesem Weg ist die Übernahme von Spin der jüngste strategische Schritt", teilte das US-Unternehmen mit.

Was bedeutet das?

Ford tut was - und das ist gut so. Der Hersteller, der sich primär mit dicken SUVs und Pick-Ups über die Zeit zu retten versucht, muss dringend sein Portfolio in Sachen leichter Mobilität arrondieren, will er den Anschluss nicht verlieren im Rennen um die Transformation zu Transportdienstleistern, die nahezu alle Autohersteller derzeit durchlaufen. Dabei setzt man auf Kooperationen wie im Car-Sharing mit DB-Tochter Flinkster oder im Bike-Sharing mit DB-Tochter Call-a-Bike (Ford BikePass). Bei den Transportern macht man mit Streetscooter gemeinsame Sache. Da fügt sich die Übernahme eines E-Scooter-Sharing-Dienstes eigentlich logisch in Bild. Und offenbar ist für solche Akquisitonen noch genug Geld in der "Kriegskasse".