Flottenemissionen: Toyota-Hybride schon heute unter 95 Gramm CO2

Die Hybrid-Palette der Japaner stößt im Schnitt nur 91,5 g CO2 pro Kilometer aus. Der Hersteller will in den jüngsten Zahlen des KBA einen Beweis für das Potenzial der Hybridtechnologie sehen.

Richtige Richtung: Toyota reklamiert für seine Hybridflotte schon jetzt die Einhaltung der Flottengrenzwerte von 2021. | Foto: Toyota
Richtige Richtung: Toyota reklamiert für seine Hybridflotte schon jetzt die Einhaltung der Flottengrenzwerte von 2021. | Foto: Toyota
Johannes Reichel

Der Automobilhersteller Toyota erfüllt für seine Hybridpalette schon heute die Flottengrenzwerte für das Jahr 2021. Das teilte der Hersteller jetzt auf Basis der jüngsten Auswertung des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) mit. Laut der Statistik „Jährliche Neuzulassungen von Hybridfahrzeugen der Fabrikate Toyota und Lexus im Jahr 2017“ des Amts liegen die Japaner über die insgesamt 42.190 in Deutschland zugelassenen Hybridfahrzeuge, beim klimarelevanten CO2-Ausstoß durchschnittlich bei nur 91,5 Gramm pro Kilometer. Das beweise einmal mehr, welches Potenzial bereits heute in dieser Technik steck, reklamiert der Hersteller. Die Kombination von Benzin- und Elektromotor unterschreite die Grenzwerte für das Jahr 2021 von 95 g/km damit deutlich. Zudem emittierten Vollhybridantriebe die für die Luftreinhaltung in den Städten relevanten Stickoxide in sehr geringen Mengen. Mit 47 Prozent verfügt fast die Hälfte aller 2017 neu zugelassenen Toyota Modelle über den alternativen Antrieb. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum kletterte sein Anteil damit um neun Prozentpunkte.

Was bedeutet das?

Jetzt ist es amtlich: Während die meisten Hersteller gar nicht recht wissen, wie sie die Flottengrenzwerte für 2021 je erreichen sollen in Zeiten eines verhängnisvollen SUV-Booms baut Toyota seine Hybridanteile konsequent aus. Dabei geht es eben nicht um die Hybridisierung schwerer, leider allzu trendiger Geländewagen oder Luxuslimousinen, sondern um brave Standard- und Alltagsfahrzeuge wie Yaris, Auris oder den Doppelherz-Klassiker Prius. Gepaart mit einer relativ leichten Hybridtechnologie könnte es klappen, die Flottenverbräuche zu drücken, trotz des generellen Nachteils zweier Antriebsquellen im Fahrzeug. Wie nebenbei durchschlägt man damit auch den gordischen Knoten der Luftreinhaltungproblematik in den Städten. Denn Stickoxid- und Rußprobleme kennen die japanischen Hybriden nicht. Möglicherweise hat der Hersteller hier tatsächlich auf das richtige Pferd gesetzt, als er vor zwanzig Jahren den Strategieschwenk weg vom Diesel vollzog. Hybrid, es kommt eben drauf an, was man draus macht.