Fisker plant 40.000-Dollar Elektroauto

In einem Interview äußerte sich Henrik Fisker zu den Plänen für ein Elektro-Modell, das mit Teslas Model 3 konkurrieren soll.

Fisker plant ein Modell unterhalb der Luxuslimousine Emotion. | Foto: Fisker
Fisker plant ein Modell unterhalb der Luxuslimousine Emotion. | Foto: Fisker
Gregor Soller

Henrik Fisker macht Dampf. In einem Interview äußerte er sich zu Plänen für ein günstigeres Fahrzeug unterhalb der Luxuslimousine Emotion, die mit Feststoffzellenakkus starten soll. Auch deren Entwicklung braucht noch Zeit, so dass es sein könnte, dass der günstigere Fisker vor dem Emotion auf den Markt kommt. Als Zeitrahmen für den großen Durchbruch der Elektromobilität nennt Fisker die Jahre 2021 bis 2022, wenn bei vielen Herstellern die zweite Generation Elektrofahrzeuge an den Start geht und die Infrastruktur noch besser ausgebaut ist: „Selbst wenn wir in den nächsten Jahren weltweit von einigen Millionen Elektrofahrzeugen sprechen, ist das immer noch wenig verglichen mit dem Gesamtmarkt“, räumt Fisker ein. Und noch immer sei das Angebot an Elektrofahrzeugen beschränkt, weshalb er durchaus noch Platz für einen „günstigen“ Fisker sieht. Aktuell stecke man seine Energie jedoch in die Feststoffzellen und das autonome Shuttlekonzept, das unter „Fisker Orbit“ entwickelt wird.

Mit Angaben zu Stückzahlen ist er allerdings extrem vorsichtig: „Wenn wir etwas gelernt haben, dann, dass man nicht zu früh Stückzahlenprognosen abgeben sollte“, erklärt er mit einem Seitenhieb auf Tesla. Räumt aber auch ein, dass man, um Fahrzeuge mittelfristig kostendeckend produzieren zu können, „einige 100.000 Einheiten“ im Jahr erreichen müsse.

Was bedeutet das?

Man darf gespannt sein auf die Umsetzung von Fiskers Ankündigungen: Sowohl die Solid-State-Batterie als auch das preisgünstigere Modell klingen sehr vielversprechend. Auch das "Orbit"-Projekt könnte klappen. Doch an beiden Themen beißen sich gerade auch andere Konzerne die Zähne aus und bisher hat Fisker nicht mehr zu bieten als Prognosen und Prototypen.