EU-Kommission erlaubt Fusion der Mobilitätsdienste von BMW und Daimler unter Auflagen

Wie dpa berichtet, hätten beide Unternehmen ausreichende Zusagen gemacht, um Wettbewerbsbedenken auszuräumen.

Allein? Oder doch mit Partner? Jetzt ist es auch von der EU-Kommision genehmigt: Car to go und Drive Now dürfen fusionieren. | Foto: Daimler
Allein? Oder doch mit Partner? Jetzt ist es auch von der EU-Kommision genehmigt: Car to go und Drive Now dürfen fusionieren. | Foto: Daimler
Gregor Soller

Beschlossen wurde es schon lange, doch erst jetzt gab es final grünes Licht: BMW und Daimler wollen ihre Sharing- und Mobilitätsdienste zusammenlegen, um Kosten zu sparen und schneller zu wachsen. Außerdem möchte man damit Uber, Lyft und anderen Tech-Dienstleistern Paroli bieten. Auch mehrere Autovermieter stricken weltweit an ähnlichen Konzepten. Das neue Unternehmen soll die Angebote beider Hersteller unter einem Dach bündeln: dazu gehören neben den Carsharing-Diensten Car2go (von Daimler) und DriveNow (von BMW) die Taxi- und Mobilitäts-Apps Mytaxi und Moovel von Daimler und die Park- und Elektroauto-Ladedienste von BMW. Speziell beim Carsharing müssen die Autohersteller Zugeständnisse machen: Denn in sechs Städten - Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln, München und Wien sah die EU-Kommission wettbewerbsrechtliche Probleme. Deshalb müssen BMW und Daimler künftig auch anderen Anbietern von Mobilitätsapps einen Zugang zu ihren Programmierschnittstellen gewähren, so dass auch diese die Carsharing-Dienste der beiden anzeigen können. Zudem müssen andere Anbieter von kurzzeitigen Autovermietungen Zugang zur Mobilitätsapp Moovel erhalten.

Was bedeutet das?

Die neuen Mobilitäts- und Sharingdienste erforden viel Geld und Know-How und vor allem ausgeklügelte Algorhytmen, um auf dauer nachhaltig profitabel zu sein. Beides war anfangs noch Neuland für die Autohersteller, die ihre „Nebengeschäfte“ jetzt bündeln, um schneller zu wachsen, Synergien zu heben und um vor allem den Tech-Konzernen mit ähnlichen Angeboten etwas entgegenzusetzen.