eMove360°: Sedlbauer wird eichrechtskonform und laternentauglich

Niederbayerischer Ladesäulenhersteller kündigt eine eichrechtskonforme Variante seines E-Tower an, der mit Edelstahl-Finish punktet. Zudem gibt es E-Bike- und Laternenlösungen.

Edles Finish: Mit einem ebenso robusten wie wertigem Edelstahl-Gehäuse setzte sich Sedlbauer auf der Messe ab. | Foto: J. Reichel
Edles Finish: Mit einem ebenso robusten wie wertigem Edelstahl-Gehäuse setzte sich Sedlbauer auf der Messe ab. | Foto: J. Reichel
Johannes Reichel

Der Grafenauer Elektro- und Ladetechnikspezialist Sedlbauer, eine 1899 gegründete Tochterfirma der Edwanz-Group, hat zur Messe in München eine eichrechtskonforme Variante seines Top-Modells E-Tower angekündigt. Diese soll bis zum zweiten Quartal 2019 auf den Markt kommen. Die Besonderheit der robusten Säule besteht darin, dass das Gehäuse aus zwei Millimeter starkem Edelstahl gefertigt ist. Montiert auf einem Betonsockel soll die Ladeeinheit vandalismussicher und langlebig sein, somit ideal für öffentliche Anlagen geeignet. Sie weist zudem kompakte Maße auf mit 35 auf 20 Zentimeter Stellfläche und 1,40 Meter Höhe. Die Typ-2-Anschlüsse zu je 22 kW pro Ladepunkt (400 V, 32 A) sind seitlich angebracht, mit einem gut sichtbaren Leuchtband zum Ladepunktstatus versehen und durch eine robuste Kunststoffklappe geschützt. Die Freischaltung der Säule erfolgt über RFID-Technik, ein Zähler für die Abrechnung ist integriert. Zudem ist die Säule mit einer Software für die Verbrauchsdatenermittlung ausgestattet. Rückseitig erfolgt der Wartungszugang über eine Montagetüröffnung.

Ladepunkt für Laternenmontage als schnelle Option für Kommunen

Für Mischnutzung etwa für Fahrzeuge und E-Bikes im öffentlichen Raum eignet sich die die ultrakompakte "Slimbox 2" des Herstellers, die mit Typ2- und Haushaltsteckdosen ausgestattet ist und eine der kleinsten 22-kW-Ladesäulen auf dem Markt sein soll. Sie lässt sich an der Wand montieren oder mit einem schlanken Standfuß kombinieren. Wer sich nur auf E-Bikes fokussiert, für den bietet Sedlbauer einen robusten E-Bike-Ständer aus Edelstahl mit integrierter Haushaltssteckdose an.

Originell im Portfolio der Niederbayern ist auch eine direkt an Laternen montierbare Ladesäule. Die sogenannte Elumino Charge soll den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur für Kommunen und Städte erleichtern und verfügt über einen Typ-2-Anschluss mit 22 kW Leistung. Außerdem verweist der Anbieter auf die Möglichkeit, seine Ladetechnik individuell zu gestalten und anzuordnen.  

Was bedeutet das?

Und noch ein Beispiel, wie schnell der noch in den Kinderschuhen steckende Markt für Elektromobilität auch Ladetechnikhersteller auf den Plan ruft, deren Wurzeln in der Elektrotrechnik liegen und die damit ihre wie im Falle von Sedlbauer über 120-jährige Expertise im Umgang mit Strom neu bündeln. Speziell für die Anbieter öffentlicher Ladetechnik im AC-Bereich sind die robusten Säulen eine Überlegung wert, auch die E-Bike-Station sowie der Anschluss für "Laternenparker" sind kreative Beiträge, um das Thema Laden voranzubringen.