Elektromobilität: PSA und Nidec entwickeln und bauen E-Motoren

Im französischen Werk Tremery sollen die E-Maschinen für den Einsatz in Plug-In-Hybriden sowie Elektrofahrzeugen gebaut werden, am Standort nahe Paris entwickelt.

Geben Gas beim Strom: PSA und Nidec gründen ein Joint Venture für den Bau von Elektromotoren. | Foto: PSA
Geben Gas beim Strom: PSA und Nidec gründen ein Joint Venture für den Bau von Elektromotoren. | Foto: PSA
Johannes Reichel

PSA setzt seine Aufholjagd beim Thema Elektrifizierung fort. Jetzt hat der französische Konzern eine Kooperation für Entwicklung und Bau von E-Motoren bekannt gegeben. Shigenobu Nagamori, CEO Nidec, und Carlos Tavares, CEO Groupe PSA, vereinbarten die Gründung von „Nidec-PSA emotors“. Das Joint Venture von Nidec Leroy-Somer und der Groupe PSA soll für die Konstruktion, Entwicklung, Produktion und den Verkauf elektrischer Traktionsmotoren verantwortlich zeichnen. Vierzig Ingenieure seien bereits am Sitz des Joint Venture in Carrières-sous-Poissy in der Nähe von Paris eingestellt worden. Für den Standort, der über einen eigenständigen F&E-Bereich verfügt, sei die Einstellung von dreißig weiteren Ingenieuren bis zum Ende des Sommers geplant. Diese sollen die neuen elektrischen Traktionsmotoren entwickeln, die im Werk Trémery im französischen Département Moselle für den Einbau in Mild-Hybrid-Elektrofahrzeuge (MHEV), Elektrofahrzeuge (EV) und Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV) produziert werden. Beide CEOs betonten die strategische Bedeutung hochleistungsfähiger Traktionsmotoren für Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Die Konzerne wollen 220 Millionen Euro in den Aufbau dieses Joint Venture investieren. Damit soll die Elektrifizierungsoffensive der Groupe PSA unterstützt werden, die elektrifizierte Versionen aller PSA Modelle bis 2025 vorsieht.