Dena-Umfrage: Verbraucher glauben an die Zukunft der Elektromobilität

Eine Dena-Umfrage ergab, dass der klassische Verbrennungsmotor in den Augen vieler Deutscher ein Auslaufmodell ist.

Die meisten Befragten glauben, das 2030 Elektromobilität dominieren wird. | Grafik: Deutsche Energie Agentur
Die meisten Befragten glauben, das 2030 Elektromobilität dominieren wird. | Grafik: Deutsche Energie Agentur
Gregor Soller

Der Umfrage zufolge glaubt nur noch jeder Fünfte, dass Diesel und Benziner auch 2030 noch den Pkw-Markt dominieren werden. Die Umfrage wurde von Kantar Emnid im Rahmen der Dena-Informationsplattform www.pkw-label.de im August 2017 durchgeführt. Dabei wurden 1.001 Personen der deutschsprachigen Bevölkerung in Privathaushalten ab 18 Jahren telefonisch befragt. Die Informationsplattform Pkw-Label ist eine Initiative der Dena und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

„Die Zukunft gehört den alternativen und emissionsarmen Antrieben. Das ist bei den Verbrauchern angekommen. Jetzt geht es darum, den Umbruch als Chance zu nutzen, Angebote und Infrastrukturen auszubauen und attraktive Geschäftsmodelle zu entwickeln", sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung. Er ruft die deutschen Hersteller dazu auf, weiter sollten weiter konsequent an entsprechenden Entwicklungen zu arbeiten, zumal die Voraussetzungen für Innovationen in Deutschland sehr gut seien: „Wir haben hochqualifiziertes Personal, eine leistungsfähige Industrie und eine zunehmend interessierte Kundschaft. Zudem: Mit der Energiewende sind wir bereits mitten drin in einem der faszinierendsten industriepolitischen Umbruchprozesse unserer Zeit. An vielen Stellen entstehen neue Ideen und Kooperationen für eine klimaschonende Energiezukunft. Davon beginnt auch der Mobilitätssektor zunehmend zu profitieren.“ Außerdem sieht Kuhlmann die Politik in der Pflicht: Wichtige Entscheidungen seien bei den aktuellen Sondierungs- und Koalitionsgesprächen zu treffen. Anschließend hätten es die beteiligten Parteien in der Hand, den Wandel in der Mobilität mit einem klaren Fokus auf CO2-Vermeidung voranzutreiben. Interessant ist laut Kuhlmann auch, dass die Konsumenten ein starkes Bedürfnis nach mehr Informationen hätten.

Die Umfrage ergab, dass eine Mehrheit von 59 Prozent der Befragten den rein batterieelektrischen Antrieben und Plug-in-Hybriden bis 2030 eine dominante Rolle zuschreibt; weitere 10 Prozent setzen auf Wasserstofffahrzeuge. Allerdings gibt eine große Mehrheit der Befragten auch an, dass sie sich noch nicht ausreichend über alternative Antriebstechnologien informiert fühlen.

Gespalten sind die Reaktionen auf die Frage, ob die deutschen Automobilhersteller für den Wettbewerb um die Mobilität der Zukunft gut aufgestellt sind: Während im Schnitt knapp jeder Zweite Zweifel äußert, bewertet die Altersgruppe der 18-29-Jährigen die Zukunftsfähigkeit der Branche deutlich positiver: Immerhin 60 Prozent der Jüngeren haben Vertrauen in die künftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie. Weitere Informationen zu den Umfrageergebnissen unter www.dena.de/umfrage-mobilitaet.

Was bedeutet das?

Irgendwie scheint es gesetzt zu sein: Dass die Zukunft der Mobilität ist elektrisch – und wenn man den Zeitraum nur weit genug, in dem Fall bis 2030 aufzieht, scheint fast niemand mehr daran zu zweifeln.