car2go steigert Nutzerzahlen und elektrifiziert

Daimler-Tochter sieht sich weiter auf Erfolgskurs und setzt auf sukzessive Elektrifizierung, die mit dem Smart EQ begann und bald mit Paris größere Dimension bekommen soll.

Strom geben: Mit der langsam beginnenden Elektrifzizierung hofft car2go auf weiteres Wachstum. | Foto: car2go/Daimler
Strom geben: Mit der langsam beginnenden Elektrifzizierung hofft car2go auf weiteres Wachstum. | Foto: car2go/Daimler
Johannes Reichel

Die Daimler-Carsharing-Tochter car2go sieht sich weiter in der Erfolgsspur. Der nach eigenen Angaben Marktführer im sogenannten "free-floating Carsharing" vermeldete für das vergangene Jahr ein Wachstum bei der Nutzerzahl auf 3,6 Millionen und damit 21 Prozent mehr als im Jahr 2017. In Deutschland habe die Kundenanzahl im gleichen Zeitraum um 24 Prozent auf 1 Million Nutzer zugelegt. Spitzenreiter unter den Städten blieben Berlin (282.000 Kunden), Chongqing in China (273.000 Kunden) und Madrid (237.000 Kunden). Auch an den Elektrostandorten Amsterdam, Madrid und Stuttgart habe man ein starkes Wachstum verzeichent und die Kundenzahl um 18 Prozent auf 430.000 gesteigert, so der Anbieter.

„Mit Paris steht noch diesen Monat eine weitere, rein-elektrische car2go Stadt in den Startlöchern“, kündigte Olivier Reppert, CEO der car2go Group an.

Zwölf Prozent der Fahrten erfolgten elektrisch

Im vergangenen Jahr mieteten die Kunden mehr als 25 Millionen Mal eines der rund 14.000 Fahrzeuge der Daimler-Tochter. Vor allem in den Städten Berlin (plus 401.000), Mailand (plus 303.000) und Turin (plus 174.000) stieg die Zahl der Mieten deutlich an. Mehr als zwölf Prozent aller Fahrten legten die Nutzer elektrisch und damit lokal emissionsfrei zurück. Die durchschnittliche Mietdauer stieg um mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wachstum auch bei Geschäftskunden

Dass Carsharing nicht nur im privaten Bereich, sondern auch im geschäftlichen Umfeld an Bedeutung gewinnt, zeige das hohe Wachstum bei den Business-Kunden, so die Analyse des Anbieters. Diese legte um 37 Prozent zu. Damit seien mehr als 58.000 Unternehmen Kunde. Als Grund für das Wachstum führt der Carsharing-Dienst auch die attraktivere Flotte an mit neuen Smart-Modellen, in Rom etwa auch Cabrio-Versionen. Zudem könne man die A-Klasse der neusten Generation in München und Hamburg anmieten. In der Hansestadt habe man zudem den ersten Schritt hin zur schrittweisen Elektrifizierung der smart-Flotte vollzogen.