BMW geht weitere Schritte in China

Nach Informationen der Automobil Produktion könnte BMW mit Geat Wall weitere Vereinbarungen schließen, die über die Kooperation der Mini-Modelle hinausgehen könnte. Die umfassen ein gemeinsames Werk und die Gründung einer Elektroauto-Marke. Außerem verbessert man sein Connectivity-Angebot.

In China bindet BMW sein System in Tmall-Genie, den Sprachassistenten von Ali Baba ein. | Foto: BMW
In China bindet BMW sein System in Tmall-Genie, den Sprachassistenten von Ali Baba ein. | Foto: BMW
Gregor Soller

BMW engagiert sich immer stärker in China und könnte dieses Engagement als zusätzlichen Beschleuniger Richtung E-Mobilität nutzen. Offiziell gibt es noch keine umfassenden Statements zu einer künftigen erweiterten Zusammenarbeit zwischen BMW und Great Wall – die Gespräche befänden sich noch im Anfangsstadium.

Schon öfter und in verschiedenen Quellen kolportiert wurde die Tatsache, dass man mit Great Wall vor allem bezüglich Mini kooperieren möchte. Dazu könnte künftig auch ein komplett neues Werk entstehen, in dem sowohl Minis als auch Modelle von Great Wall gefertigt werden. Die Kooperation könnte langfristig auch gemeinsame teile oder gar Plattformen umfassen, um weitere Kosten- und Stückzahlenvorteile zu heben. Und auch BMW denkt mit Great Wall über eine eigene Elektroautomarke für den chinesischen Markt nach. Angeblich schätzen die Bayern laut Automobil Produktion nach einer zwei Jahre währenden Sondierungsphase Great Walls das Know-how des chinesischen Partners im Feld der E-Mobilität zu tun.

Auch in Sachen Connectivity geht man weiter: BMW Connected wird jetzt auch in ein chinesisches Ökosystem eingebunden. So wird BMW Connected in Tmall Genie, dem ersten Home-Sprachassistenten entwickelt von Alibaba A.I. Labs eingebunden. Ab Ende Juli 2018 steht diese Funktion den BMW-Kunden in China zur Verfügung, die zuhause ein Tmall Genie-fähiges Endgerät haben. Damit ist BMW einer der ersten Autohersteller, der Alibabas Home-Sprachassistenten in China unterstützt und die einfache Steuerung von Fahrzeugfunktionen sowie das Abrufen von Terminen der Mobilitätsagenda von zu Hause aus ermöglicht. In Europa und USA haben BMW Kunden bereits die Möglichkeit, von zu Hause Fahrzeugfunktionen über Alexa oder Google Home zu steuern.

Was bedeutet das?

Auch BMW steigert seine Aktivitäten in China und könnte so schneller an größere Stückzahlen und günstigere Produktionsmethoden für den Mini und neue, etwas günstiger eingepreiste Elektroautos für China kommen.