Bis 2025 will Chargepoint 2,5 Millionen Ladepunkte schaffen

Das globale Ladenetzwerk von Chargepoint soll in den nächsten sieben Jahren um fast das 50-fache des aktuellen Standes wachsen.

Chargepoint möchte sein Ladenetzwerk für alle Fahrzeugarten massiv ausbauen. | Foto: Chargepoint
Chargepoint möchte sein Ladenetzwerk für alle Fahrzeugarten massiv ausbauen. | Foto: Chargepoint
Gregor Soller

Auf dem Global Climate Action Summit, kündigte Chargepoint, einer der weltweit führenden Ladenetzanbieter für Elektrofahrzeuge (EV) an 2,5 Millionen EV-Ladestationen bis 2025 zu schaffen. Das soll bis zu 2 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen vermeiden. Pasquale Romano, Präsident und CEO von Chargepoint erklärt dazu: „Die Zeit des Wandels ist jetzt. Dazu sind breit gefächerte substanzielle und sofortige Investitionen in die Ladeinfrastruktur notwendig, um die Zukunft der e-Mobilität einzuleiten.“ Chargepoint sei stolz darauf, „eine entscheidende Rolle bei der Erleichterung des Übergangs zur Elektromobilität zu spielen, und unterstützt die Mission des Gipfels zur Verringerung Treibhausgasemissionen weltweit.“ Auf der Pressekonferenz des Global Climate Action Summit in San Francisco äußerte sich Romano auch zu den Plänen, wie er diese Zahl erreichen möchte. Auch Chargepoint glaubt, dass künftig 80 Prozent der Ladungen zu Hause und in der Arbeit erfolgen werden. Weitere zehn Prozent sieht Romano in der Innenstadt und im öffentlichen Raum, weitere zehn Prozent dürften seiner Prognose nach auf die Fernstraßen entfallen. Dabei sieht er vor allem die Flotten als Treiber der Elektromobilität, da diese höheren Innovationsdruck hätten als Privathaushalte und die Elektromobilität allein über die Stückzahlen schneller vorantreiben könnten.

Wichtig sei es auch, verschiedene Geschäftsmodelle zu etablieren, um wirklich alle Kunden zu erreichen. Vor allem in den USA sieht Romano auch das Thema „autonome Fahren“ aufkommen, das immer an Elektromobilität gebunden ist, aber eigene Geschäftsmodelle benötigt. Wichtig sei außerdem, dass die Kunden durch den Umstieg auf Elektromobilität auch ihre eigenen Energiekosten optimieren könnten, womit Chargepoint auch den Energiesektor in seine Überlegungen mit einbezieht. Das dürfte auch ein Grund für den Kauf von Kisensum gewesen sein. Ein Unternehmen, das sich vor allem mit der Entwicklung von Softwarelösungen im Energiebereich einen Namen gemacht hat. Das Unternehmen wird nach Angaben von ChargePoint auch nach der Übernahme als Einheit bestehen bleiben und von seinem Standort im kalifornischen Oakland aus operieren. Das Team werde weiterhin mit der Entwicklung und dem Einsatz von Flotten- und Energiemanagement-Lösungen befasst sein sowie bestehende Kunden und Pilotprojekte unterstützen.Mittlerweile wuchs das Chargepoint-Netzwerk auf mehr als 53.000 Stationen weltweit an, was mehr als 42 Millionen Gallonen Sprit und 134 Millionen Kilogramm Treibhausgasemissionen vermieden haben soll. Seit 2017 hat Chargepoint auch nach Europa expandiert, das Investitionsvolumen beträgt mittlerweile fast 300 Millionen Dollar, um den Ausbau der vernetzten EV-Aufladung weltweit zu unterstützen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre rechnet Chargepoint mit rund 40 neuen Elektromodellen.

Was bedeutet das?

Think big! Bei Chargepoint sieht man einmal mehr die alte US-Stärke, groß zu denken und zu planen. Entsprechend stark ist die Ansage, die Zahl der Ladepunkte von 53.000 auf 2,5 Millionen zu erhöhen.