Auch Renault, Nissan und Mitsubishi entwickeln Feststoffakkus

In der „Financial Times“ erklärte Renaults Chef der Elektrosparte, Gilles Normand, dass man Elektroautos mit Solid-State-Batterien nach Möglichkeit bis 2025 auf den Markt bringen möchte.

Futuristisch: Renaults autonome Robo-Taxis könnten dereinst mit Feststoffakkus betrieben werden. | Foto: Renault
Futuristisch: Renaults autonome Robo-Taxis könnten dereinst mit Feststoffakkus betrieben werden. | Foto: Renault
Gregor Soller

Nachdem sich Gilles Normand beim VISION-mobility-Interview in Stuttgart 2017 noch zurückhielt, was das Thema Feststoffakku anging, wurde er jetzt etwas konkreter. Vor kurzem kündigte Renault-Nissan-Mitsubishi eine strategische Investition in die US-Firma Ionic Materials an. Diese möchte kobaltfreie Batterie-Materialien für Feststoff-Akkus entwickeln und hat sich ihrerseits kürzlich erst weitere 65 Millionen Dollar zur Weiterentwicklung der Feststoffakkus gesichert. Insgesamt will die Fahrzeugallianz über ihren neuen Fonds Alliance Ventures in den kommenden fünf Jahren bis zu eine Milliarde Dollar in Start-ups investieren.

Damit folgt Nissan-Renault-Mitsubishi dem Konkurrenten Toyota, wo man ebenfalls Feststoffakkus bis 2025 angekündigt hat. BMW hat sich im Dezember 2017 bei Solid Power engagiert, einem weiteren Festkörper-Akkuhersteller. In Korea entwickelt neben den Akkugrößen LG Chem und Samsung auch Hyundai einen Feststoffakku.

Was bedeutet das?

Das Thema Feststoffakku gewinnt immer mehr an Fahrt. Mit einem Durchbruch für die Serie ist allerdings nicht vor 2025 zu rechnen. Spannend wird sein, wie leistungsfähig die Akkus dann wirklich sein werden und wie sich das dann auf die Restwerte der bis dahin aktuellen Elektrofahrzeuge auswirkt.