Juni
2018

Autonom Fahren

VISION mobility

Autonom Fahren

Gregor Soller
Gregor Soller
Chefredakteur (V.i.S.d.P.)

Eine ganz große Vision: Autonomes Fahren

Liebe Leser,

Wie groß die Vision des autonomen Fahrens ist, zeigt uns aktuell die Praxis. Je mehr autonome Fahrzeuge in den Alltag starten, desto mehr Unfälle passieren – darunter auch tödliche. Genau das sollte jedoch vermieden werden. Eben deshalb lohnt es sich, das Thema voranzutreiben. Denn das Auto als solches ist erschreckend ausentwickelt: Die Unfallzahlen sinken praktisch nicht mehr, die CO2-Werte steigen sogar wieder und der Fortschritt scheint auf der Stelle zu treten.

Die ganze Komplexität des Themas erfuhren wir bei unseren Recherchen, deren Ergebnisse wir hier leider nur komprimiert abbilden können. Denn zum autonomen Fahren gehören viele Nebenaspekte wie beispielsweise das autonome Parken, dem wir eine gesonderte Geschichte gewidmet haben. Fest steht: Es gibt noch sehr viel zu lernen und ohne Tests in der Praxis geht es nicht – dass es hier auch Unfälle und Tote geben wird, war denen, die das Thema ernst nehmen, von vornherein klar. Doch man muss einmal anfangen, um die ganz große Vision eines Tages Wirklichkeit werden zu lassen.

Mittlerweile entwickeln auch Versicherer und Zulieferer neue Produkte zum Thema und suchen neue Geschäftsmodelle. Bei Schaeffler sprang man gleich auf eine vollautonome, elektrische „Pod-Plattform“ mit Radnabenmotoren, den „Mover“, der aufgrund seiner wechselbaren „Karosserien“ sowohl Personen als auch Güter befördern kann. Aber auch dem Thema „Lastenräder“ widmet sich Schaeffler. Wie groß und komplex das Angebot hier mittlerweile ist, haben wir in einer Übersicht zusammengetragen.

Getrieben wird die neue Mobilität auch von Kommunen und dem ÖPNV, wie wir an zahlreichen Flotten-„Umstellern“ sehen konnten, in denen Fuhrparks elektrifiziert werden. Interessant ist dabei die Tatsache, dass Aachen diesen Ansatz gleich in ein übergreifendes Sharing-Projekt einbringt und dass ausgerechnet eine schlesische Gemeinde anteilig den höchsten Anteil an E-Bussen hat – die dort mit Kohlestrom fahren. Der Diskussionsbedarf hält an – und wir beteiligen uns gerne wieder kritisch daran. Und wir freuen uns auch immer auf Ihr kritisches Feedback.

Viel Spaß beim Lesen und diskutieren wünscht Ihnen

Gregor Soller,
Chefredakteur Vision mobility

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