April
2018

Künstliche Intelligenz

VISION mobility

Künstliche Intelligenz

Gregor Soller
Gregor Soller
Chefredakteur (V.i.S.d.P.)

Liebe Leser,

im Frühjahr scheint sich die Diskussion etwas weg von der emissionsarmen bis -freien Mobilität hin zum autonomen Fahren verschoben zu haben. Egal, ob im neu gewählten Kabinett Merkel, auf dem VDA-Symposium oder auf der South by Southwest in Austin/Texas – überall will man autonom fahren. Dass das elektrisch sein wird, setzt man voraus. Wobei Letzteres viel einfacher umzusetzen ist als Ersteres, denn die nötige künstliche Intelligenz muss noch viel lernen, wie der erste tödliche Unfall mit einem Uber-Autos bewies. Trotzdem starben allein in Deutschland 2017 noch 3.177 Menschen im Straßenverkehr – zu über 90 Prozent aufgrund menschlichen Versagens –, doch von denen dürfte es niemand über die Regionalnachrichten hinaus schaffen.

Diese Zahl zu reduzieren ist das Hauptanliegen des autonomen Fahrens und der künstlichen Intelligenz. Die vermeidet auch Unfälle in der Produktion, wie unsere Kollegen aus der Logistik feststellten, die bereits diverse Autofabriken besuchten – in denen Kollege Roboter dem Menschen die schwierigsten Aufgaben abnimmt. Doch mit künstlicher Intelligenz lassen sich auch ganz andere Dinge anstellen – und was wir da im Laufe unserer Recherche erfuhren, kann einem auch Angst machen. Weshalb es darauf ankommen wird, das ganze Thema mit Augenmaß voranzutreiben – so wie es eben bei der Elektromobilität geschieht.

Dort geht man in Batterie- und Brennstoffzellenentwicklung Schritt für Schritt und erreicht doch merkliche Fortschritte – wenngleich diese auf dem Genfer Salon in der üblichen PS- und Glitzerschlacht etwas untergingen. Trotzdem bahnt sich das Thema jetzt auch bei Transportern und Nutzfahrzeugen seinen Weg und reicht bis ins Tankstellen- respektive Tankkartenbusiness hinein, wo man mit neuen Kombikarten und Ladesäulen an Tankstellen reagiert.

Womit wir bei der Ladetechnik wären, die ihrerseits spürbar voranschreitet, wie Porsche oder das Schweizer Unternehmen Juice aufzeigten. Ganz anders in der Stadt Berlin, wo ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr weit besser funktioniert als die Flughafeneröffnung oder Elektrifizierung. Oder man nutzt gleich das Rad, das wohl noch auf lange Zeit von menschlicher, statt von künstlicher Intelligenz bewegt werden wird – seit jeher völlig emissionsarm.

Wir hoffen, damit wieder einen bunten Strauß an „intelligenten“ Geschichten zusammengetragen zu haben – und freuen uns auf Ihr Feedback.

Viel Spaß dabei wünscht Ihnen

Gregor Soller,
Chefredakteur Vision mobility

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