Test BMW i3S

Gregor Soller

Mit dem i3S stellt BMW seinem Stromer eine „Topversion“ zur Seite. Darf „S“ etwas mehr sein?

Mittlerweile ist der „S“ eigentlich der neue Standard-i3 – während die „Basis“ in den Preislisten eher das „Einstiegsmodell“ mit oder ohne Benziner-range-Extender gibt. Allerdings reden wir hier in „alter Währung“ von bescheidenen 14-Extra-PS beim „S“. Die Reichweite bleibt trotz dezenter Optimierungen auch wegen breiterer Reifen mit knapp 200 Kilometren eher am unteren Limit dessen, was mittlerweile möglich ist. Weshalb der i3 auch als per Sportfahrwerk tiefer gelegter „S“ ein Exot bleiben dürfte, denn die Preise streben bei einigermaßen netter Konfiguration mit „Loft-“ oder gar „Lounge“-Paket schnell gen 40.000 Euro – viel Geld für einen Kompakten der Polo-Klasse.

Der er aber eben Klasse voraus hat. Ja, sogar gegenüber dem Rest der BMW-Familie gibt er das intellektuelle Designerstück, das außerhalb der Stadt immer noch für Erstaunen und Nachfragen sorgen kann und nebenbei je nach Order größerer Flotten immer mal Deutschlands Topseller bei den reinen Elektromodellen gibt. Völlig „mainstream“ sind dagegen die im Test ermittelten Fahrleistungen und der Stromverbrauch, aber irgendwo braucht der i3 ja auch Bodenhaftung.

Was bedeutet das?

Sein Einsatzbereich ist klar: Er ist definitiv in den Metropolen zu Hause und wird dort das ewige Designerstück bleiben – nie ganz billig, nie ganz gewöhnlich, ob es „S“ und damit für gut 3000 Euro netto etwas mehr sein darf, muss jeder für sich entscheiden.