CES 2019: Honda fährt ganz groß auf

Gregor Soller

Honda macht sein vierrädriges „All-Terrain-Vehicle“ zum autonomen Arbeiter und zeigt einen neuen Roboter.

Die CES nutzt Honda immer für einen Blick in die Glaskugel. Neben Robotern und Elektromobilität stellt man auch neue Antriebe vor. Doch der Reihe nach: Bei den „ATV“ geht die Entwicklung weiter: Die US-Forschungs- und Entwicklungsabteilung machte aus einem Quad einen autonomen Helfer, der vor allem für die Notfallrettung, die Brandbekämpfung, das Bauwesen und die Landwirtschaft gedacht ist. Berits auf der CES 2018 zeigte Honda einen Prototyp. Jetzt ist man konkreter geworden. Wie angekündigt, heißt das ATV 3E-D18 und wurde mittlerweile mit Partnern in vielen Arbeitsbereichen erprobt. Außerdem plant Honda, weiteres Zubehör und Ausrüstung entwickelt werden, um das Anwendungsspektrum zu erweitern. Außerdem sollen die autonomen Fahreigenschaften im Gelände weiter optimiert werden. Da der Mechanismus auf eine Vielzahl von Mobilitätsprodukten und-geräten angewendet werden kann, arbeitet Honda mit Partnern zusammen, um einen neuen Mehrwert in der Mobilität und im Verkehr zu schaffen. Die erste Zusammenarbeit von Honda ist mit der in Japan ansässigen Nidec-Shimpo Corporation verbunden, die das Honda Omni Traction Drive System für sein automatisiertes, automatisiertes Lenkfahrzeug S-CART lizenziert hat.

Außerdem präsentiert Honda sein Konzept „Safe Swarm“: Dabei sollen vernetzte Fahrzeugtechnologien für einen sicheren und reibungslosen Verkehrsfluss sorgen. Dabei nutzt Honda das Bild des Fischschwarms: Mithilfe drahtloser Kommunikation sollen sich die Fahrzeuge flüssig, effizient und kollisionsfrei bewegen. Dank Vehicle-to-Everything-Technologie können die Fahrzeuge miteinander kommunizieren und wichtige Informationen etwa zum Standort und zur Geschwindigkeit austauschen.

Aber auch bei den Robotern legen die Japaner auf der CES abermals nach: 2019 präsentieren sie den Roboter „Path“ (Predicting Action of the Human). Er ist auf den Einsatz an öffentlichen Orten spezialisiert, und soll sich vollständig an die Menschen und ihre Umgebung anpassen. Ausgerüstet mit künstlicher Intelligenz, nutzt er eine integrierte Kamera sowie Sensoren, um seine Umgebung zu erfassen, von einem Ort zum nächsten zu gelangen und dabei möglichen Hindernissen auszuweichen. Abgerundet wird das Honda CES Robotik-Display von Honda Omni Traction Drive System. Einem Mechanismus, der eine omnidirektionale Mobilität ermöglicht. Honda Omni Traction Drive, das aus der Honda Robotik-Forschung stammt, ist das Antriebssystem von UNI-CUB, dem selbstausbalancierenden persönlichen Mobilitätsgerät von Honda.

Dritte Säule der CES-Neuheiten bildet das „Wireless Vehicle-to-Grid“ (V2G)-System: Dabei handelt es sich um ein kabelloses bidirektionales Energiemanagementsystem. Anstelle eines konventionellen Ladekabels kann man kontaktlos Auf- und Entladen. Das Fahrzeug parkt dazu auf einer speziellen Ladestation. Das Vehicle-to-Grid wurde in Zusammenarbeit mit Wi-Tricity entwickelt, einem Spezialisten auf dem Gebiet induktiver Ladung.

Was bedeutet das?

Honda ist auch in Sachen Antriebe, Roboter und Quads aktiv – und fährt hier auf der CES immer groß und vergleichsweise futuristisch auf.