CES 2019: Erster Messerundgang

Gregor Soller

Vor allem künstliche Intelligenz und autonomes Fahren bestimmen die CES 2019 - die aber auch einige Überraschungen bot.

Dass die CES einst als „Consumer Electronics“ startete, merkt man der Mobilitätshalle auch 2019 noch an: Es dominieren Softwarelösungen und Ideen zum autonomen Fahren. Neu ist dabei der Aspekt, autonomes Fahren erschwinglicher und vielleicht sogar nachrüstbar zu machen. Was aktuell allerdings meist noch mit riesigen aufgesetzten „Radar-, Kamera- und Lidargeweihen“ umgesetzt wird. Trotzdem machen sich mittlerweile zahlreiche Zulieferer an das Thema. Außerdem entstehen neue Ideen für autonomes Car Sharing, Ride Hailing und Lieferdienste für die letzte Meile. Davon direkt abgeleitet sind diverse neue Innenraumkonzepte, die das konkret umsetzen – dabei aber auf letzte Details der Hülle, sowie Antrieb und Fahrwerk verzichten. Vor allem Hyundai und Kia fahren diesmal groß auf, aber auch Honda nutzt die CES wieder für seine Robotik und die seriennahe Version des autonomen Quads. Stark vertreten sind auch die Zulieferer Aisin, Bosch, Continental, Magna, Schaeffler, Valeo oder ZF mit eigenen Konzepten, die ebenfalls futuristische Ansätze bieten.

Etwas dezenter fahren dagegen die Autohersteller auf: Unter ihnen vor allem Audi, Byton, Daimler, FCA, Ford, Hyundai, Kia und Nissan. Interessanterweise haben mit Daimler Trucks, Einride und Paccar auch die Nutzfahrzeughersteller die CES für sich entdeckt – die sich damit weiter als innovative Alternative zu etablierten Fahrzeugmessen behaupten kann.

Was bedeutet das?

Auch 2019 bleibt die CES für Fahrzeughersteller spannend – und das seit Neuestem auch im Nutzfahrzeugbereich.