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Industrie 4.0: Doppelte Kluft durch Digitalisierung

Technik-Akademie Acatech fordert nationale Bildungsinitiative Industrie 4.0, um das Gefälle zwischen großen und kleinen Unternehmen sowie hoch- und niedrigqualifizierten Mitarbeitern kleiner zu halten.
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Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) warnt vor einer doppelten digitalen Kluft in Deutschland. Wie aus dem kürzlich erschienenen Positionspapier der Wissenschaftsorganisation „Kompetenzen für Industrie 4.0. Qualifizierungsbedarfe und Lösungsansätze“ hervorgeht, entsteht durch zunehmende Digitalisierung sowohl ein Gefälle zwischen großen und kleinen Unternehmen als auch zwischen hoch- und niedrigqualifizierten Arbeitskräften.


So wollen nach Angaben der Akademie etwa 78 Prozent der großen Betriebe ihre Unternehmensbereiche auf Industrie-4.0-Technologien ausrichten, bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sind es lediglich rund 57 Prozent. „Wir wollen kleine und mittelständische Unternehmen sensibilisieren. Sie sollten sich nicht nur auf die Industrie 4.0 einstellen, sondern ihre Belegschaften auf allen Unternehmensebenen weiterbilden. Dafür geben wir ihnen eine Checkliste und eine Umsetzungs-Roadmap an die Hand“, sagte Professor Michael ten Hompel vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, der das Papier als Projektleiter betreut hatte.


Anlässlich der Übergabe des Positionspapiers an Bildungsministerin Johanna Wanka auf dem diesjährigen Nationalen IT-Gipfel in Saarbrücken, forderte Acatech deshalb die Schaffung einer nationalen Bildungsinitiative Industrie 4.0. Diese solle unter anderem den Aufbau einer neutralen Bildungsplattform beinhalten, die Qualifizierungsprogramme unternehmensübergreifend bündelt. Generell sollten Träger und Anbieter der beruflichen Bildung aus Sicht der Akademie ihre Aus- und Weiterbildungsangebote aufeinander abstimmen und inhaltlich in Richtung Industrie 4.0 modernisieren. Das beziehe auch die Kompetenzentwicklung im Arbeitsalltag mit ein. Digital gestützt können Inhalte aus Acatech-Perspektive passgenau zugeschnitten und individuell vermittelt werden. Digitale Assistenten könnten Belegschaften zusätzlich direkt ‚on the job‘ unterstützen.

 

Das Acatech-Positionspapier basiert auf einer Onlinebefragung mit 345 Unternehmen in Deutschland und ist in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IML sowie der Firma Equeo entstanden. (sln)


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